Month: Januar 2014

Ein Wildunfall ist ein ernsthaftes Problem

Ein Horror für jeden Autofahrer, der bei Dämmerung oder Nacht auf Landstraßen unterwegs ist: Plötzlich springt ein Reh oder Windschwein aus dem Gebüsch, und es kommt zu einem Wildunfall. Das Auto ist beschädigt, das Tier liegt verletzt oder tot im Graben, man selbst hat einen Schock. Im schlimmsten Fall kommt es sogar noch zu einem Folgeunfall, weil man gebremst hat und der Hintermann aufgefahren ist.

Auch wenn Sie nur alleine an einem solchen Wildunfall beteiligt sind und weit und breit keiner zu sehen ist – unterstehen Sie auf jedem Fall der Versuchung, einfach weiterzufahren. Dies kann für Sie nämlich noch sehr viel teurer werden, als es Sie ohnehin bereits kosten wird. Denn so viel steht fest: Zu all dem Ärger, der damit verbunden ist, kommen nun noch einige Kosten auf Sie zu – Stichwort Fahrerflucht und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort.

Deshalb sollten Sie als erstes die Unfallstelle absichern, damit es nicht zu weiteren Unfällen kommt.

Als nächstes kümmern Sie sich um das Tier. Lassen Sie es unbedingt liegen, nehmen Sie es auf keinen Fall aus falsch verstandener Tierliebe mit zu einem Tierarzt.

Versuchen Sie, über das Handy den zuständigen Förster oder eine andere zuständige Person zu erreichen. Wenn das Tier schwer verletzt ist, versuchen Sie, einen Tierarzt zu erreichen. Verständigen Sie auch die Polizei, damit der Unfall aufgenommen wird. Gegebenenfalls kann die Polizei auch den Förster verständigen. Falls das Tier verletzt geflüchtet ist, lassen Sie sich eine Wildsbescheinigung ausstellen.

Wenn Sie ein Kamerahandy oder eine Digicam dabei haben sollten Sie auch reichlich Fotos machen von der Unfallstelle, dem Tier und Ihrem Kfz.

Das Unfallprotokoll beziehungsweise die Wildsbescheinigung ist auch wichtig für Ihre eigene Versicherung. Je nach Schaden an Ihrem Fahrzeug und je nach Versicherungsvertrag können Sie auf eine Regulierung hoffen. Im Gegensatz zur Vollkasko deckt die Teilkasko in der Regel nur frontale Wildunfälle mit Haarwild ab. Fliegt Ihnen beispielsweise eine Eule in die Windschutzscheibe, ist dies nicht abgesichert. Ebenfalls von der Teilkasko nicht abgedeckt sind Ausweichunfälle.

Möglicherweise müssen Sie aber auch dem Revierpächter Schadensersatz leisten.